Die Bewerbungsmappe

Bewerbungsmappe Bei der schriftlichen Bewerbung sollte man eine ordentliche Bewerbungsmappe einreichen. Das bedeutet zunächst einmal, dass man eine Bewerbungsmappe im Handel besorgt, die speziell für Bewerbungen vorgesehen ist. Bitte keine Schnellhefter benutzen, auch die Klemmmappen sind nicht mehr gerne gesehen. Die speziellen Bewerbungsmappen geben eigentlich schon eine sinnvolle Aufteilung vor.

Das Anschreiben gehört grundsätzlich nicht in die Bewerbungsmappe, sondern darauf. In die Bewerbungsmappe kommen nur die eigenen Unterlagen. Wenn man die Bewerbungsmappe aufschlägt sollte erst einmal ein Deckblatt einen Überblick über den Bewerber geben. Man schreibt hier „Bewerbung als…“, fügt das Bewerbungsfoto hinzu und gibt Namen, Adresse und Kontaktdaten an.

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Dann klappt man die Bewerbungsmappe weiter auf, hier folgt dann als nächstes der Lebenslauf. Dieser wird heute normalerweise tabellarisch und nicht handschriftlich aufgesetzt. Hier ist darauf zu achten, dass es keine Lücken gibt und das aktuelle Datum und eine handschriftliche Unterschrift unter den Lebenslauf gesetzt wird.

Zum guten Schluss fügt man noch die wichtigsten Zeugnisse hinzu. Hier nimmt man nicht alle Zeugnisse, sondern nur die für die angestrebte Stelle interessanten. Ein Abschlusszeugnis der Grundschule wird meistens kein Personalchef sehen wollen. Nun kommt alles in einen geeigneten Briefumschlag. Dieser sollte nach Möglichkeit mit dem Drucker beschrieben werden, das macht gleich einen guten Eindruck.

Unsere Bewerbungsvorlagen stehen hier als Download zur Verfügung.

Das Bewerbungsfoto

BewerbungsfotoDer Stellenwert des Bewerbungsfotos in einer schriftlichen Bewerbung wird oft unterschätzt. Dabei trägt es entscheidend dazu bei, einen positiven und professionellen Gesamteindruck zu vermitteln. Obwohl ein Foto nicht allein darüber entscheidet, ob der Bewerber die Stelle bekommt oder nicht, fällt doch der erste Blick in die Bewerbungsmappe meist auf das Bewerbungsfoto. Dieser erste Eindruck des Stellenbewerbers ist nicht nur ein optischer sondern auch ein emotionaler Eindruck - auch Personaler sind Menschen. Gesichtsausdruck, Kleidung, Frisur und Körperhaltung laden immer zu Interpretationen und Assoziationen beim Betrachter ein.



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Tipps für ein gelungenes Bewerbungsfoto:

  • Immer lächeln: Ein natürliches Lächeln wirkt aufgeschlossen, lässt auf ein freundliches Wesen des Bewerbers schließen und kann sich so nur zum Vorteil für die Bewerbung auswirken.
  • Aktuelles Foto: Das Bewerbungsfoto sollte auf dem aktuellen Stand sein und nicht vor mehreren Jahre entstanden sein. Frisur und Styling auf dem Foto sollten weitgehend mit den aktuellen Tatsachen übereinstimmen.
  • Kein Selbstversuch: Bewerbungsfotos nur vom Fotografen machen lassen! Keine Bilder aus dem Automaten, keine Selbstversuche und keine Schnappschüsse aus dem Urlaub oder von Familienfeiern. Solche Bilder wirken sehr unprofessionell – ein Eindruck den man bei der Bewerbung auf jeden Fall vermeiden sollte.
  • Vergleichen lohnt sich: Anzuraten ist ein Fotografenvergleich. Da Bewerbungsfotos gegenüber normalen Passbildern preisintensiver sind, sollte das Resultat auch den eigenen Vorstellungen und Wünschen sehr nahe kommen. Einen ersten Eindruck von den Fähigkeiten des jeweiligen Fotografen bieten dessen Werkmappen mit Porträtbeispielen in unterschiedlichen Formaten und Preisvarianten. Auch die Erfahrungen von Freunden und Bekannten können bei der Auswahl des Fotografen wertvoll sein.
  • Schwarz/Weiß vs. Sepia vs. Bunt: Oft wird die Schwarz-Weiß-Variante bei Bewerbungsfotos empfohlen, diese hinterlässt einen seriösen Eindruck beim Betrachter. Äquivalent kann auch ein Sepia-Farbton (bräunlicher Farbton) gewählt werden. Bei der Bunt-Variante sollte darauf geachtet werden, dass gedeckte und nicht grell leuchtende Farben im Bild kombiniert werden. Letztere lassen den Abgebildeten oft nicht ernst genug erscheinen.
  • Hintergrund: Bei einem Buntbild sollte ein typentsprechender Hintergrund gewählt werden. Schnell kann eine falsche Hintergrundfarbe den Bewerber kränklich und fahl wirken lassen. Dies zu entscheiden sollte der fachkundige Fotograf in der Lage sein. Weiterhin sollten sich keine Elemente (Möbel, Wanddekoration etc.) im Hintergrund befinden. Diese bewirken einen unruhigen Eindruck beim Betrachter und lenken von der porträtierten Person im Bildvordergrund ab.
  • Formatwahl: Hier sollte Kreativität bewiesen werden. Die Auswahl geht vom Standard-Hochkantbild über Querformat bis hin zum quadratischen Bildausschnitt. Es kann vom angeschnittenen Haaransatz bis hin zur halben Körperdarstellung variiert werden. Die Größe liegt bei ca. 6 x 4,5 cm oder größer, wobei Postkartengröße wieder einen negativen Eindruck beim Bewerbungsempfänger hinterlassen kann.
  • Es sollten auch mehrere Bildvarianten aufgenommen werden, um im Nachhinein auswählen zu können und sich gegebenenfalls für mehr als nur ein Motiv des Bewerbungsfotos zu entscheiden. Sofern man mehrere Motivvarianten gewählt hat, ist es auch sinnvoll Freunde oder Bekannte mitentscheiden zu lassen, welches der Fotos am besten wirkt.
  • Richtiges Styling: Grundlegende Dinge, wie eine frische Rasur bei Männern, gewaschenen Haare, gut sitzende Frisur, ein nicht übertriebenes Make-up bei Frauen und keine fettig glänzende Haut sollten Vorraussetzung für ein gutes Bewerbungsfoto sein.
  • Die Kleidung als ein wichtiger Blickpunkt sollte der Bewerbung angepasst sein. Eine zu weit aufgeknöpfte Bluse oder ein leger aufgelassener Hemdkragen können einen falschen Eindruck erwecken, genauso wie ein Rollkragenpullover oder bequeme Freizeitsachen. Ebenfalls ist abzuraten, auf dem Foto dieselben Sachen wie beim Vorstellungsgespräch zu tragen.
  • Neben Kleidung, Frisur und Make-up sollte auch auf dezent erscheinende Accessoires zurückgegriffen werden. Brille, Ohrringe, Ketten oder Gesichtspiercings sollten dem Betrachter nicht sofort, als erstes ins Auge fallen. Träger von Brillen sollten auch darauf achten, dass diese einen klaren Durchblick der Augen erlauben und es nicht zu Reflexion von Lichtpunkten auf den Gläsern beim Fotografieren kommt.
  • Platzwahl im Lebenslauf, Klebeecken oder Klebestift, Beschriftung: Bei einem ein- bis zweiseitigen Lebenslauf ohne Deckblatt wird das Bewerbungsfoto i.d.R. rechts oben über den Text geklebt. Bei einem Lebenslauf mit Deckblatt kommt das Foto auf das Deckblatt zu den persönlichen Daten. Auch hier sollte das Foto über dem Text stehen.
  • Beim Befestigen in der Bewerbungsmappe sollten nur Fotoklebestreifen/-ecken oder ein trockener Klebestift verwendet werden. Für dauerhaften Halt des Fotos auf dem Papier sind Fotoklebestreifen/-ecken zu empfehlen. Ein Abtrennen und Wiederverwendung des Fotos sollte nur dann geschehen, wenn es sich spuren- und knitterfrei wieder ablösen lässt.
  • Bevor das Bewerbungsfoto in die Bewerbungsmappe (Lebenslauf) geklebt wird, sollte es noch mit dem eigenen Namen versehen werden.

Die Vorbereitung der Bewerbung

Bewerbung vorbereitenIm Folgenden finden sie Informationen und Anregungen zum Verfassen einer schriftlichen Bewerbung. Die Artikel und Checklisten sind als Unterstützung für die Erstellung einer vollständigen Bewerbungsmappe, bestehend aus Anschreiben, Lebenslauf, Foto und Zeugniskopien gedacht und sollen Hilfestellung zur Vorbereitung Ihrer Bewerbung und eines Vorstellungsgespräches geben.

Die Bewerbungsmappe ist zugleich Visitenkarte und Arbeitsprobe des Bewerbers. In dieser Weise bestimmt sie den ersten Eindruck beim potentiellen Arbeitgeber, der meist darüber entscheidet, ob Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden oder eben nicht.

Das Ziel der Bewerbung ist die Einladung zum Vorstellungsgespräch; der Weg dahin eine möglichst erstklassige Präsentation der eigenen Arbeitskraft und Persönlichkeit.

1. Formale Aspekte beim Schreiben der Bewerbung

Die schriftliche Bewerbung ist ein Ritual, dessen Grundregeln recht einfach und einheitlich gestaltet sind. Wer sich hier keine Fehler erlaubt, hat die erste Hürde schon genommen. Überraschenderweise unterschätzen viele Bewerber die Bedeutung der äußeren Form, wie Orthographie, Schriftbild und Vollständigkeit der Unterlagen und so finden sich die formalen Mängel auf Platz eins der Liste der häufigsten Fehler bei Bewerbungen.

1.1. Bestandteile einer schriftlichen Bewerbung

Muss-Bestandteile:

  • Bewerbungsanschreiben
  • Lebenslauf
  • Bewerbungsfoto
  • Zeugniskopien

Kann-Bestandteile: (wenn gefordert)

  • Zertifikate von Weiterbildungen, Kursen und Schulungen
  • Handschriftenprobe
  • Referenzen / Empfehlungen
  • Polizeiliches Führungszeugnis

2. Rechtschreibung und Rechtschreibreform

Am 31.Juli 2005 endete die Übergangsfrist, die alte und neue Rechtschreibung zuließ. Ab August 2005 ist alleinig die Neue Deutsche Rechtschreibung verbindlich; alte Schreibweise und Zeichensetzung gelten als überholt.

Bestes Werkzeug ist natürlich die automatische Rechtschreibprüfung des Schreibprogramms auf dem Computer. Ein Update auf die neuen Regeln ist entweder schon enthalten oder wird über die Webseiten der Softwarehersteller zur Verfügung gestellt.

3. Sprache und Grammatik

Die Wortwahl einer Bewerbung sollte dem eigenen Wortschatz entsprechen. Für Grammatik und Formulierung können Freunde und Bekannte, v.a. mit Berufen wie Lektorin, (Deutsch-)Lehrer, Sekretärin oder Journalist, als Korrekturleser sehr hilfreich sein. Gleichzeitig haben diese Personen auch eine Außen-Sicht auf den Bewerber und können die eigene Selbstdarstellung im Text weiter verbessern und bereichern.

4. Vorbereitung und Auseinandersetzung im Vorfeld der Bewerbung…

4.1. …mit sich selbst

Dieser Punkt ist sehr individuell. Über das Wahrnehmen von Bedürfnissen ist es möglich die eigene Einstellung und Motivation näher kennen zu lernen. Diese innere Bestandsaufnahme klärt vor allem das eigene Selbstbild und die eigene Motivation. Hier gewonnene Erkenntnisse fließen nicht in den Bewerbungstext ein.

Folgende Überlegungen können als Einstieg dienen:

  • Wer bin ich in meinen Augen und in der Wahrnehmung meiner Umwelt?
  • Wo habe ich die meisten Erfahrungen und welche Stärken haben sich daraus entwickelt?
  • Was sind meine persönlichen Ziele und wohin möchte ich mich entwickeln?
  • Wie ist der Weg dahin?
  • Welche Stellung hat Berufstätigkeit in meinem Leben?

4.2. …mit den eigenen beruflichen Zielen

Im Gegensatz zu den persönlichen Zielen, sollten die beruflichen Ziele in angemessener Formulierung in den Text des Bewerbungsanschreibens mit einfließen

4.3. …mit dem potentiellen Arbeitgeber

Checkliste Unternehmensdaten – Was ein Bewerber über das Unternehmen wissen sollte:

  • Name des Unternehmens
  • Unternehmensstruktur (Beteiligungen, Hauptsitz, Niederlassungen, Konzerneinbindung)
  • Rechtsform (z.B. AG, GmbH)
  • Mitarbeiter(-zahl)
  • Namen der Entscheider (Geschäftsführer (bei GmbH), Aufsichtsratsvorsitzender (bei AG), Vorstandsvorsitzender, Personalchef, Chef)
  • Die Geschäftsfelder und jeweils wichtigsten Produkte / Dienstleistungen; wenn möglich dazu Marktanteile und Zielgruppen
  • Unternehmenskennzahlen (z.B. Umsatz, Gewinn)
  • Bei AG: aktueller Aktienkurs
  • Marktsituation (z.B. Konkurrenten, Marktdynamik)

Unsere Bewerbungsmuster und Bewerbungsvorlagen stehen für Sie hier als Download zur Verfügung.

Das Bewerbungsanschreiben

BewerbungsanschreibenDas Ziel des Bewerbungsanschreibens ist, das Interesse des neuen Arbeitgebers zu wecken. Mit einem aussagefähigen, prägnanten Anschreiben können Sie das erreichen. Mit einem fehlerhaften Bewerbungsanschreiben werden Sie keine zweite Chance bekommen! Sie sollten sich noch vor der Formulierung des Bewerbungsanschreibens unbedingt die entsprechende Stellenausschreibung noch einmal genau ansehen. Am Besten lesen Sie sie mehrmals durch und beachten Sie dabei folgende Punkte:

  • Welche Tätigkeiten/Fähigkeiten/Erfahrungen werden wirklich verlangt?
  • Was scheint dem potentiellen Arbeitgeber besonders wichtig zu sein?

Konzentrieren Sie sich auf diese wesentlichen Punkte und machen Sie den Arbeitgeber mit Ihrem Bewerbungsanschreiben neugierig auf Ihre Person. Achten Sie darauf, Ihr Bewerbungsanschreiben nach dem Grundsatz "Halte es kurz und einfach" zu verfassen und beachten Sie das Anforderungsprofil der Stellenausschreibung.

Für die Form des Bewerbungsanschreibens muß folgendes beachtet werden:

  • maximal eine DIN A4-Seite
  • frei von Grammatik- und Rechtschreibfehlern
  • keine Wiederholung des Lebenslaufs
  • verwenden Sie eine gut lesbare Schriftgröße (11 oder 12) und eine gängige Schriftart (Arial, Verdana)
  • vermeiden Sie mehrzeilige, schwer verständliche Schachtelsätze
  • verzichten Sie auf lange Einleitungen und umständliche Formulierungen.

Eine leicht erfassbare Bewerbung bleibt auch leichter im Gedächtnis. Lassen Sie unbedingt Ihr Bewerbungsanschreiben vor dem Versand noch einmal von einer anderen Person gegenlesen. Auch Zahlendreher oder Tippfehler können so vermieden werden.

Ein aussagekräftiges Bewerbungsanschreiben verfassen

BewerbungsgeneratorGrundsätzlich gilt: Bewerber sollten sich auf das Verfassen des Bewerbungsschreibens gut vorbreiten. Denn sie wollen sich mit ihrer Bewerbung verkaufen – mit ihren Stärken. Sie sollten deshalb vorab zum Beispiel Bekannte fragen, was ihre Stärken sind und was Sie auszeichnet. Dann fällt es Ihnen leichter, im Bewerbungsanschreiben ihre Vorzüge zu schildern. Schummeln und Allzu-dickes-Auftragen bringt beim Bewerben nichts. Die Gesprächspartner merken in den Vorstellungsgesprächen sehr schnell, ob jemand zum Beispiel wirklich kommunikativ ist oder nicht.

Ein Bewerbungsanschreiben sollte „aussagekräftig“ sein, damit der Empfänger ihm entnehmen kann, ob der Bewerber ein interessanter Kandidat ist, aber ohne dass es zu lang wird. Speziell bei (Hoch-)Schulabgängern, die ihren ersten Job suchen, sollte es möglichst nicht länger als eine Seite sein. Packen Sie alles andere, was Sie sonst noch zu sagen haben, in die Anlagen. Vermeiden Sie bei ihrer Bewerbung unbedingt eine Standard-Eröffnung!

Beginnen Sie das Bewerbungsanschreiben nicht mit einer Floskel wie „Mit Interesse las ich Ihre Anzeige …“. Solche Formulierungen haben Personalprofis schon 100-fach gelesen. Das langweilt sie nur. Wählen Sie einen individuellen Einstieg, zum Beispiel: “2008 absolvierte ich ein Praktikum bei einer Bank. Der Umgang mit Kunden hat mir gefallen. Deshalb …” oder: “Während meines Studiums befasste ich mich auch intensiv mit dem Thema Wirtschaftsinformatik für Finanzdienstleistungen. Daher möchte ich …“.

Floskeln im Bewerbungsanschreiben vermeiden

Nach dem Einstieg sollten Bewerber kurz erklären, warum sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben und was sie an der Stelle oder Ausbildung reizt. Danach sollten sie erläutern, warum sie aus ihrer Sicht der richtige Kandidat sind. Am besten gelingt ihnen dies, wenn sie vorab auf einem Blatt Papier notieren, welche Anforderungen in der Stellenanzeige gestellt werden. Gehen Sie in der Bewerbung darauf ein!

Anschließend sollten die Bewerber darlegen, warum sie diese Anforderungen erfüllen, jedoch ohne Floskeln wie teamfähig und dynamisch zu verwenden. Schreiben Sie lieber: “Mir macht die Zusammenarbeit mit anderen Menschen Spaß.” oder: “Ich arbeite mich gerne in neue Aufgaben ein.” Damit vermitteln Sie dem Leser ein klareres Bild davon, was für ein Typ Sie sind.

Mit solch einem individuellen Bewerbungsanschreiben haben Bewerber höhere Chancen, eingeladen zu werden, als mit einem Standardschreiben. Erfahrene Personalchefs erkennen meist sofort: Bei diesem Bewerbungsanschreiben hat der Absender nur die Adresse ausgetauscht und ein, zwei Sätze angepasst. Desweiteren schleichen sich gerade in solche Schreiben oft Flüchtigkeitsfehler ein. So sind die Unternehmen immer wieder überrascht darüber, wie oft in der Anrede ein falscher Name steht.

Unsere Bewerbungsmuster und Bewerbungsvorlagen stehen für Sie hier als Download zur Verfügung.

Kurzanleitung zum Bewerbungsanschreiben:

1. Form Bewerbungsanschreiben

1.1 Umfang

Das vollständige Anschreiben sollte auf einer einzigen A4 Seite Platz finden. Nur in Ausnahmefällen kann es auch umfangreicher ausfallen, in jeden Fall aber maximal 1,5 A4 Seiten lang sein.

1.2 Layout

linksbündig die Adresse des Unternehmens:

Musterfirma GmbH

Herrn Hans Brauner

Nebengasse 33

56789 Rundhausen

rechtsbündig die eigene Adresse...:

Peter Wunderlich

Staungasse 34

12376 Staunbach

Tel. (06631) 1230456

mail@p.wunderlich.de

rechtsbündig – das Datum:

Staunbach, 05.03.2014

(linksbündig ein kurzer) Betreff: Ihre Anzeige im Anzeiger vom 21.06.10, Bewerbung als Maler

linksbündig – die Anrede:

Sehr geehrter Herr Brauner,

in Blocksatz die Einleitung

in Blocksatz der Hauptteil

in Blocksatz der Abschluss

linksbündig die Verabschiedung

Unterschrift

2. Gliederung und Inhalt des Bewerbungsanschreibens

2.1. Die Anrede
2.1.1 Unpersönlich

„Sehr geehrte Damen und Herren,… “

2.1.2 Persönlich

Kennt man den Namen des Empfängers ist die persönliche Anrede gegenüber der unpersönlichen Anrede zu bevorzugen. Mögliche Quellen für den Empfängernamen sind der Anzeigentext der Stellenanzeige oder eigene Informationen z.B. aufgrund eines persönlichen Telefonates.

„Sehr geehrte(r) Frau / Herr (Titel? z.B. Dr.)…“

2.2 Die Einleitung

In der Einleitung sollte man in freundlichem Ton Interesse wecken, den Leser neugierig machen und Spannung erzeugen. Auch auf ein möglicherweise vorab geführtes Telefonat und auf mögliche dritte Personen als Referenz sollte in der Einleitung Bezug genommen werden.

„in Ihrer Anzeige vom …. suchen Sie eine/n …“

„(zuerst/zunächst) vielen Dank für das angenehme/ausführliche/freundliche/offene Gespräch/Telefonat/Messegespräch/Treffen. Wie besprochen übersende ich Ihnen meine (vollständigen) Unterlagen / Hier wie verabredet meine Unterlagen…“

„wie in unserem ausführlichen und, wie ich finde, sehr angenehmen/ausführlichen/freundlichen Gespräch/Telefonat/Messegespräch besprochen/vereinbart erhalten Sie meine (schriftlichen/vollständigen/) (Bewerbungs-)Unterlagen“

„vielen Dank für das angenehme Informationsgespräch heute Morgen/Mittag/Nachmittag. Wie besprochen übersende ich Ihnen meine (schriftlichen/vollständigen)(Bewerbungs-)Unterlagen“

„nach unserem angenehmen/ausführliche Telefonat/Gespräch, für das ich mich nochmals bedanke, möchte ich Ihnen meine (schriftlichen/vollständigen/)(Bewerbungs-)Unterlagen zukommen lassen“

„anknüpfend an unser interessantes Treffen/Gespräch auf der GISComm Fachmesse/Kongressveranstaltung übersende ich Ihnen meine persönlichen (Bewerbungs-)Unterlagen. “

„bezugnehmend auf/ anknüpfend an/ in Referenz zu/ ein(em) Gespräch mit Herrn/ Frau … (über Ihr Unternehmen/ über eine vakante Stelle in Ihrem Unternehmen / über das Projekt/ die Initiative … ) / auf Empfehlung von Herrn/ Frau ….. “

2.3 Hauptteil im Bewerbungsanschreiben

2.3.1 Warum bewerbe ich mich?

Interesse, neue Herausforderung, Neugierde, Ortswechsel

2.3.2 Weshalb bin ich der passende und ideale Bewerber?

Persönliche Qualifikation, Motivation, Erfahrung, berufliche Ziele, Hobbys, besondere Qualitäten, Potential, Ausbildung

2.3.3 Welche Bezüge / Parallelen gibt es zwischen mir und dem Anforderungsprofil der angestrebten Position bzw. dem Firmenprofil?

„durch meine ….. (siehe 2.3.2) bin ich besonders/ in besonderer Weise/ für die vakante Position als ….. geeignet/ vorbereitet/ qualifiziert “

„ich sehe die Position in Ihrem Unternehmen als konsequenten Schritt im Hinblick auf meine (berufliche/persönliche/wissenschaftliche/fachliche) Weiterentwicklung/ beruflichen Ziele/ berufliche Verwirklichung“

„die Position als … in Ihrem Unternehmen entspricht (in besonderer Weise) meiner persönlichen Qualifikation/ Motivation/ Erfahrung “

„die Abteilung/ das Team der xyz-Abteilung/ …. würde durch mich/ wäre durch mich/ vor allen im Hinblick auf meine ….. (siehe 2.3.2), an Tiefe gewinnen/ verstärkt werden/ bereichert werden/ “

„In die Tätigkeit / Position als ….. würden vor allem / würden / meine …… (siehe 2.3.2) einfließen/ Ihr Unternehmen unterstützen.“

„In der Position als … würden mir vor allem meine Fähigkeiten/ Talente/ Erfahrungen als ……. zugute kommen.“

„In der Position als … würde ich vor allem meine Fähigkeiten/ Talente/ Erfahrungen als ……. einbringen können/wollen.“

Der Lebenslauf

LebenslaufDer Lebenslauf ist entscheidend für den Erfolg einer Bewerbung. Um die besondere Aufmerksamkeit und das Interesse des zukünftigen Arbeitgebers zu gewinnen, sollte der Lebenslauf alle für den neuen Job relevanten Informationen enthalten und chronologisch geordnet sein. So kann sich ein Personaler schnell ein Bild Ihrer fachlichen sowie menschlichen Eignung machen.

1. Form und Gliederung – Tabellarischer Lebenslauf

Allgemein sollte der Lebenslauf kurz und knapp formuliert, möglichst mit Computer oder Schreibmaschine geschrieben und übersichtlich auf ein bis maximal drei Seiten verteilt werden.

Bei der Gliederung haben sich zwei Herangehensweisen etabliert:

1.1. Die chronologisch (zeitlich) geordnete Abfolge der Stationen von der Schulbildung bis zur Gegenwart.

Hier gibt es zwei Varianten mit jeweiligen ‘strategischen’ Vorteilen:

Die französische o. amerikanische Form beginnt oben in der Gegenwart und endet unten mit der Schulbildung. So hat der Personaler die aktuellsten Stationen im Blick und kann bei Bedarf das Rad der Zeit weiter zurück drehen.

Für den Bewerber ergibt sich damit die Möglichkeit eventuelle Schwachstellen oder Löcher im Lebenslauf aus Zeiten der Jugend oder der Berufsfindungsphase, auf das Seitenende bzw. die hinteren Seiten verbannen.

Nicht zu empfehlen ist die amerikanische Version, wenn die letzten Jahre eher durchwachsen oder von langer Beschäftigungslosigkeit geprägt waren. In diesem Fall bietet sich die unten stehende Zusammenfassung nach Themenschwerpunkten an.

1.2. Die Zusammenfassung der Stationen nach Themenschwerpunkten oder Oberbegriffen im Lebenslauf

Durch die inhaltliche Zusammenfassung und Gruppierung wichtiger Stationen im Lebenslauf wird es noch besser möglich auf die eigenen Stärken einzugehen und den Lebenslauf direkt auf die angestrebte Stelle zuzuschneiden. Da dabei der Fokus weniger auf der chronologischen Abfolge der Stationen liegt, fallen nicht nachweisbare Zeiten im Lebenslauf weniger auf.

Im Gegensatz zur nebenstehenden chronologischen Aufzählung (1.1.) ist aber mehr Fingerspitzegefühl gefordert. Gruppieren, thematisches Verbinden und maßvolles Akzentuieren sollten auch für Dritte übersichtlich und nachvollziehbar sein.

Ein Gliederungsvorschlag zum Lebenslauf:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Familienstand
  • Schulbildung
  • Berufsausbildung
  • Arbeitspraxis

Einen Vorschlag für Ihren Lebenslauf finden Sie in unseren Bewerbungsvorlagen.

2. Inhalt – Tabellarischer Lebenslauf

2.1. Wichtige Daten

  • Vor- und Zuname
  • Geburtsdatum und -ort
  • Familienstand, ggf. Zahl u. Alter der Kinder
  • (Religionszugehörigkeit)
  • Staatsangehörigkeit (bei Ausländern)
  • Eltern bitte nicht mehr aufführen!

Alternativ können persönliche Daten auch auf dem Deckblatt oder der ersten Seite mit nebenstehendem Foto untergebracht werden

2.2. Schulbildung

  • besuchte Schulen
  • Schulabschluss

2.3. Berufsausbildung

  • Art der Berufsausbildung
  • Ausbildungsfirma und -ort
  • Abschluss und Berufsbezeichnung
  • Wehr- oder Zivildienst

2.4. Hochschulstudium

  • Fach / Fächer
  • Universität / Abschlüsse
  • Studienschwerpunkte
  • Thema der Examensarbeit / Promotion
Hinweis

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