16.04.2012

Finden Sie Ihren Traumjob mit der perfekten Bewerbung

Einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden – das ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht leicht. Denn dadurch können die Betriebe zwischen vielen guten Bewerbern auswählen – und ein 1A-Abschlusszeugnis allein ist noch kein Job-Garant.

Auch die Bewerbung muss einen perfekten Eindruck hinterlassen, damit man überhaupt eine Chance zur Einladung zum Vorstellungsgespräch hat oder in das weitere Auswahlverfahren kommt.


Doch was unterscheidet eine Top-Bewerbung von einer eher mittelprächtigen? Oft entscheiden Kleinigkeiten darüber, ob die Unterlagen eines Bewerbers auf dem Stapel ‚zurückschicken’ oder ‚einladen’ landen. Lesen Sie unsere Tips und Infos und nutzen Sie unsere Erfahrungen für Ihre erfolgreiche Bewerbung!

Per Post bewerben oder lieber Online?

Bei jeder Bewerbung steht am Anfang die Frage: Soll ich mich klassisch oder online bewerben? Große Unternehmen bevorzugen – speziell bei Initiativbewerbungen – zunehmend Online-Bewerbungen, kleinere Betriebe hingegen die Bewerbung per Post. Informieren Sie sich vorher darüber.

Verzichten sollten Bewerber möglichst auf die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“. Am Besten schreiben Sie den verantwortlichen Mitarbeiter direkt an, sofern der Ansprechpartner bekannt ist. Und wenn Bewerber dessen Namen nicht kennen – zum Beispiel, weil sie sich initiativ bewerben, rufen Sie einfach kurz beim Unternehmen an oder schauen Sie auf dessen Homepage nach.

Ein aussagekräftiges Anschreiben verfassen

Grundsätzlich gilt: Bewerber sollten sich auf das Verfassen des Anschreibens gut vorbreiten. Denn sie wollen sich damit verkaufen – mit ihren Stärken. Sie sollten deshalb vorab zum Beispiel Bekannte fragen, was ihre Stärken sind und was Sie auszeichnet. Dann fällt es Ihnen leichter, im Anschreiben ihre Vorzüge zu schildern. Schummeln und Allzu-dickes-Auftragen bringt beim Bewerben nichts. Die Gesprächspartner merken in den Vorstellungsgesprächen sehr schnell, ob jemand zum Beispiel wirklich kommunikativ ist oder nicht.

Ein Anschreiben sollte „aussagekräftig“ sein, damit der Empfänger ihm entnehmen kann, ob der Bewerber ein interessanter Kandidat ist, aber ohne dass es zu lang wird. Speziell bei (Hoch-)Schulabgängern, die ihren ersten Job suchen, sollte es möglichst nicht länger als eine Seite sein. Packen Sie alles andere, was Sie sonst noch zu sagen haben, in die Anlagen. Vermeiden Sie eine Standard-Eröffnung!

Beginnen Sie das Anschreiben nicht mit einer Floskel wie „Mit Interesse las ich Ihre Anzeige …“. Solche Formulierungen haben Personalprofis schon 100-fach gelesen. Das langweilt sie nur. Wählen Sie einen individuellen Einstieg, zum Beispiel: “2008 absolvierte ich ein Praktikum bei einer Bank. Der Umgang mit Kunden hat mir gefallen. Deshalb …” oder: “Während meines Studiums befasste ich mich auch intensiv mit dem Thema Wirtschaftsinformatik für Finanzdienstleistungen. Daher möchte ich …“.

Auch Floskeln meiden

Nach dem Einstieg sollten Stellensucher kurz erklären, warum sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben und was sie an der Stelle oder Ausbildung reizt. Danach sollten sie erläutern, warum sie aus ihrer Sicht der richtige Kandidat sind. Am besten gelingt ihnen dies, wenn sie vorab auf einem Blatt Papier notieren, welche Anforderungen in der Stellenanzeige gestellt werden. Gehen Sie darauf ein!

Anschließend sollten die Bewerber darlegen, warum sie diese Anforderungen erfüllen, jedoch ohne Floskeln wie teamfähig und dynamisch zu verwenden. Schreiben Sie lieber: “Mir macht die Zusammenarbeit mit anderen Menschen Spaß.” oder: “Ich arbeite mich gerne in neue Aufgaben ein.” Damit vermitteln Sie dem Leser ein klareres Bild davon, was für ein Typ Sie sind.

Mit solch einem individuellen Anschreiben haben Bewerber höhere Chancen, eingeladen zu werden, als mit einem Standardschreiben. Erfahrene Personalchefs erkennen meist sofort: Bei diesem Anschreiben hat der Absender nur die Adresse ausgetauscht und ein, zwei Sätze angepasst. Desweiteren schleichen sich gerade in solche Schreiben oft Flüchtigkeitsfehler ein. So sind die Unternehmen immer wieder überrascht darüber, wie oft in der Anrede ein falscher Name steht.

Prüfung auf Rechtschreibung und Vollständigkeit

Manche Bewerbungen strotzen von Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Lassen Sie deshalb den Entwurf Ihres Anschreiben nochmals Korrektur lesen. Weiterhin sind die Unterlagen oft unvollständig. Bewerber sollten ihrer Bewerbung auf alle Fälle außer dem Lebenslauf Kopien des letzten Schulzeugnisses oder des Diplomzeugnisses beilegen und, sofern vorhanden, der Arbeitszeugnisse und Praktikumsbescheinigungen. Auch Zertifikate, die ihnen spezielle Kenntnisse und Erfahrungen bescheinigen können hinzugefügt werden. Aber Achtung! Es sollten auf keinen Fall Stellen- und Ausbildungsplatzsuchende alle möglichen Zeugnisse und Bescheinigungen beilegen. Auswahlkriterium sollte sein: Was hilft dem Unternehmen bei der Entscheidung, mich einzuladen?

Welche Quellen kann ich nutzen?

Für Ihre Bewerbung stehen Ihnen unterschiedliche Quellen zur Auswahl, aus denen Sie Adressenmaterial gewinnen können. Grundsätzlich sollten Sie sich nicht bloß auf eine Quelle stützen, sondern alle gleichermaßen nutzen. Dazu gehören Printmedien, Internet und Initiativbewerbungen, dies bezeichnet man als Bewerbungsmix. An erster Stelle sind immer noch die Printmedien zu nennen. Insbesondere mittelständische Firmen nutzen diese häufig, während große Unternehmen auf das Internet ausweichen. Entscheidend ist in jedem Fall, dass Sie die Printmedien für Ihre Bewerbung regelmässig auswerten.

Wenn Sie über einen PC und einen Internetanschluss verfügen und entsprechende Kenntnisse im Umgang mit beiden haben, sollten Sie unbedingt auch das Internet für Ihre Recherchearbeit nutzen. Und in Ihrem Fall liegen diese Voraussetzungen vor, denn sonst würden Sie diese Zeilen nicht lesen!

Bei der Initiativbewerbung treten Sie an das Unternehmen heran und bewerben sich, ohne dass das Unternehmen ein Stellenangebot veröffentlicht hat. Diese Variante der Jobsuche bezeichnet man auch als Blindbewerbung. Die Vorteile: Sie gelten als ein aktiver Bewerber, der nicht einfach abwartet und wenn Sie Glück haben, ist gerade eine Stelle frei, die auf Ihr Profil passt. Aber: Firmen, vor allem große, werden mit Initiativbewerbungen regelrecht überschwemmt. Der Verwaltungsaufwand zur Bewältigung dieser Bewerbungen ist enorm und kostenintensiv. Sie müssen deshalb damit rechnen, in vielen Fällen überhaupt keine Antwort zu erhalten.

Bewerbungsmuster oder -Vorlagen, Vor- und Nachteile

Die Bewerbungsmappe ist zugleich Visitenkarte und Arbeitsprobe des Bewerbers. Sie bestimmt damit den ersten Eindruck beim potentiellen Arbeitgeber. Das Ziel ist die Einladung zum Vorstellungsgespräch – der Weg dahin ist eine möglichst erstklassige Präsentation der eigenen Arbeitskraft und Persönlichkeit.

Um den Arbeitgeber von sich zu überzeugen, muss die Bewerbung zu Ihrer Persönlichkeit passen und sich von der Masse positiv abheben. Dies ist bei einem Bewerbungsmuster bzw. bei Bewerbungsvorlagen naturgemäss nicht möglich und sollte dann entsprechend unseren Tipps eingearbeitet werden. Wenn man also eine Vorlage als Arbeitshilfe nimmt, muss man sich auch die Arbeit machen und diese an den oben schon genannten wichtigen Positionen anpassen – grafisch wie inhaltlich.